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Titelbild der Informationsbroschüre Unsere Marsch
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Sprecherin der Bürgerinitiative:

Gisela Lohße-Trommsdorff

Ortwisch 54
28307 Bremen

Tel.: home0421.487449
EMail:

Kontaktdaten bei bremen.online

Damit der Flächenfraß in unseren Marschgebieten gestoppt wird, übergeben wir heute als Mahnung und Protest ca. 4.000 Unterschriften gegen eine weitere Ausdehnung des Gewerbe- und Industriegebietes in der Arberger und Mahndorfer Marsch.

Die Bremische Stadtbürgerschaft soll am 10.12.2002 über den Bebauungsplan 2135 beschließen. Das betroffene Plangebiet liegt zum größten Teil im Ortsteil Hemelingen, ein weiterer Teil liegt im Ortsteil Arbergen.

Das Gebiet ist bereits als Industrie- und Gewerbegebiet erschlossen und zum großen Teil bebaut. In Verlängerung soll auch die Arberger und Mahndorfer Marsch als Gewerbegebiet erschlossen werden.

Für uns BürgerInnen ist nicht erkennbar, dass durch die Angebotspolitik der Großen Koalition von neu erschlossenen Gewerbeflächen in der Hemelinger Marsch folgende Ziele, mit denen die Bebauung begründet wird, erreicht wurden.

  1. Konkurrenzfähigkeit Bremens zu Niedersachsen
    Es ist doch jedem klar, dass unser kleiner Stadtstaat eine Flächenkonkurrenz zum Umland nicht gewinnen kann(!) und dass nur mit Niedersachsen zusammen vertretbare gute Lösungen gefunden werden können
  2. Sanierung des Haushalts
    Von Sanierung keine Spur, der Schuldenberg wächst weiter!
  3. Ansiedlung von Betrieben mit hoher Arbeitsplatzdichte
    Es sind viel weniger Arbeitsplätze vorhanden als geplant. Die Betriebe, und das sind die meisten, die aus anderen Ortsteilen Bremens in die Hemelinger Marsch umgesiedelt wurden, nutzten die Umsiedlung zur Rationalisierung. Die Arbeitslosenzahl in Bremen ist nicht gesunken, sie ist immer noch höher, als im Bundesdurchschnitt.
  4. Nachhaltige Verbesserung der Steuerkraft
    Die Steuerkraft hat sich auch nicht positiv entwickelt, die Steuerquote ist rückläufig.
  5. Städtebaulich attraktives Gewerbe- und Industriegebiet
    Die monotonen riesigen Hallen sind architektonisch unattraktiv und abstoßend. Da hilft auch kein Straßenbegleitgrün. Von städtebaulicher Qualität ist weit und breit nichts zu sehen.

Der Gesamtraum Hemelinger/Arberger/Mahdorfer Marsch ist (war) charakteristisch durch eine vielfältige, heckengegliederte Kulturlandschaft und ist aufgrund seiner Vielfalt und Schönheit des Landschaftsbildes ein wertvoller Erholungsraum. Die Hemelinger Marsch, wurde durch Gewerbeansiedlung unwiederbringlich zerstört.

Die negativen Auswirkungen der Gewerbeansiedlung wie der Verlust von Ackerland mit Hecken und Gräben, von Pflanzen und Tieren und deren Vernetzung mit anderen Gebieten, von Wegeverbindungen und Blickbeziehungen in die Landschaft, Veränderung des Kleinklimas usw. müssen von den BürgerInnen vor Ort getragen werden.

Der in den letzten Jahren immer bedeutendere Hochwasserschutz wird, wenn überhaupt, nur am Rande erwähnt und nicht ernst genommen, wie kann es sonst sein, dass Unternehmen angeboten wird, sich in der Flutungsaue (Poldergebiet) anzusiedeln.

Steigen Sie vom Pferd, wenn Sie merken, dass es tot ist! Geben Sie den Hafer (unsere Steuern) lieber lebenden Pferden, z. B. der Bildung.

Keine weitere Gewerbeansiedlung in der Marsch! Keine Zerstörung des Naherholungsgebietes!
Wiederherstellung des Landschaftsschutzes! Hochwasserschutz!
Baustopp für die Galopp-Trainingsbahn in der Marsch!


Internet Umsetzung:
Dipl.-Inform. Kai Hofmann, [hofmann@hofmann-int.de] - Bremen, 2007-12-02